Diagnose Grauer Star: Alterskatarakt kann jeden treffen

Die häufigste Ursache: Grauer Star kommt mit dem Alter

Diagnose Grauer Star: Alterskatarakt kann jeden treffen

Katarakt entsteht häufig durch den normalen Alterungsprozess. (Bildquelle: © Thomas Reimer – Fotolia)

Die Katarakt entsteht meist durch die natürliche Veränderung, die mit dem normalen Alterungsprozess der Augenlinse einhergeht. Diese so genannte Alterskatarakt, die sich durch die Alterung der Augenlinse entwickelt, lässt sich durch eine Operation am Grauen Star unkompliziert behandeln. Wichtige Prozesse im Stoffwechsel der Linse verlangsamen sich im Lauf der Zeit und erlahmen. Dadurch entstehen Quellprozesse und Trübungen. Das Sehen wird zunehmend verschwommen und immer farbloser. Bei einer Staroperation wird die getrübte natürliche Linse durch eine klare künstliche Linse ersetzt. Diese Intraokularlinse stellt das Sehvermögen wieder her und sorgt für neue Lebensqualität. Sowohl eine Standardlinse als auch eine Intraokularlinse mit Zusatzfunktionen (zum Beispiel eine Multifokallinse) übernehmen nach erfolgter Staroperation die Funktion der ersetzten Augenlinse. Eine Alterskatarakt kann sich schnell entwickeln, sie kann aber auch im Laufe langer Zeit entstehen. Über kurz oder lang betrifft sie nahezu jeden Menschen.

Weitere Ursachen für die Entstehung einer Katarakt

Bestimmte Stoffwechselerkrankungen können eine Katarakt auslösen und eine Grauer Star Operation erforderlich machen. Hier steht an erster Stelle die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Dadurch, dass der Zuckergehalt auch im Augenwasser erhöht ist, lagern sich kleine Zuckerbausteine in die Linse ein, binden Flüssigkeit und bewirken, dass die Linse aufquillt. Auch physikalische Komponenten wie beispielsweise Verletzungen und Infrarot-, UV- oder Röntgenstrahlen können den Grauen Star verursachen. Wenn die Augenlinse durch Prellung oder durch das Eindringen von Fremdkörpern verletzt wird, kann Flüssigkeit eindringen und die Linse aufquellen lassen. Auch eine Linsentrübung durch Verletzungen oder durch Strahleneinwirkungen lässt sich durch den Einsatz einer künstlichen Intraokularlinse behandeln.

Multifokallinse bietet zusätzliche Verbesserung des Sehvermögens

Das Verfahren, eine Kunststofflinse anstelle der eigenen Augenlinse zu implantieren, wird in der Augenheilkunde häufig eingesetzt. Der Austausch der eigenen Augenlinse durch eine Kunststofflinse ist ein bewährtes Verfahren. Rund 800.000 Eingriffe pro Jahr führen hierzulande die OP-Experten durch. Grauer Star lässt sich gut und nachhaltig behandeln. Bei der Wahl der eingesetzten Kunststofflinsen sind verschiedene Varianten möglich. Wer sich für qualitativ hochwertige Standardlinsen entscheidet, profitiert von einem neuen farbigeren und wieder weitaus ungetrübten Blick auf die Welt. Eine andere Art von Kunststofflinse, die Multifokallinse, beinhaltet zusätzliche Verbesserungen des Sehvermögens. Durch ihre integrierte Nah-Fern-Funktion schenkt sie neue Sehschärfe in Nähe und Ferne und ersetzt in den meisten Fällen eine Brille.

Die Operation bei Grauem Star kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, bei dem die Linsenvorderkapsel geöffnet und die Linse meist mithilfe von Ultraschall oder durch einen Femtosekundenlaser zerkleinert und anschließend entfernt bzw. abgesaugt wird. Danach wird eine spezielle Kunstlinse, eine sogenannte Intraokularlinse, in den leeren Kapselsack eingesetzt. Auch die Ausheilung erfolgt in der Regel komplikationslos – die kleine Öffnung verschließt sich von selbst. Katarakt-Operationen sind nach heutigem Standard ein sehr sicherer Eingriff. Dadurch, dass die Kunstlinse individuell angepasst wird, kann eine bestehende Fehlsichtigkeit korrigiert werden.

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