Röteln – Eine Gefahr für schwangere Frauen

München, 08. August 2012 – Die Kinderkrankheit Röteln verläuft meist ohne Komplikationen, oft sogar ohne Krankheitszeichen. Steckt sich jedoch eine Schwangere mit dem Rötelnvirus an, ist die Gefahr für schwere Schäden beim ungeborenen Kind groß. Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda (http://www.jameda.de), informiert ausführlich über Röteln.

Übertragung durch Husten und Niesen
Die Rötelnviren werden durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder direkten Schleimhautkontakt übertragen und befallen nur den Menschen. 80-90 % der Infektionen werden im Kindesalter durchgemacht, danach ist man in der Regel ein Leben lang davor geschützt.

Symptome sind untypisch oder bleiben oft aus
Bei jedem zweiten Erkrankten verläuft die Röteln-Infektion stumm, d. h. es treten keine Symptome auf. Im anderen Fall zeigen sich zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung Krankheitszeichen wie ein roter fleckiger Ausschlag, leichtes Fieber, Lymphknotenschwellung und Kopf- und Gliederschmerzen. Da der Röteln-Ausschlag dem von Masern, Ringelröteln oder Mumps sehr ähnlich ist, wird zur eindeutigen Diagnosestellung eine Blutuntersuchung auf spezielle Antikörper durchgeführt. Erkrankte Personen sind ca. eine Woche vor und eine Woche nach Auftreten des Hautauschlages ansteckend. Vorsicht, auch Personen ohne Symptome können das Virus übertragen!

Gefahren für Schwangere und Erwachsene
Komplikationen bei Röteln sind selten, nehmen aber mit dem Alter des Erkrankten zu. Bei Erwachsenen kann es vermehrt zu Gelenk-, Herzmuskel- und Gehirnhautentzündung kommen. Steckt sich eine Frau in der Schwangerschaft, vor allem im ersten Drittel, mit Röteln an, ist die Gefahr für Komplikationen groß. Oft kommt es zum Abbruch der Schwangerschaft oder zur sogenannten Röteln-Embryopathie, die zu Taubheit, Sehstörungen und Herzfehlern beim Kind führt.

Behandlung der Röteln-Infektion
Die Röteln-Infektion wird symptomatisch mit fiebersenkenden und schmerzstillenden Mitteln behandelt.

Röteln-Embryopathie durch Impfung verhindern
Mit Einführung der Impfempfehlung 1974 in der BRD und 1990 auch für die Neuen Bundesländer sind die Röteln-Erkrankungen deutlich zurückgegangen. Etwa 90 % der Erwachsenen besitzen heute Antikörper im Blut. Um die gefürchtete Röteln-Embryopathie vollständig zu verhindern, sollten 95 % aller Kleinkinder geimpft werden.

Wer sollte gegen Röteln geimpft werden?
Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine Impfung für alle Kleinkinder ab dem 11. Lebensmonat. Sie wird in Kombination als Masern-Mumps-Röteln-Impfung verabreicht, die zweite Dosis erhält das Kind im Alter von 15 bis 23 Monaten. Dringend sollten alle Mädchen vor der Pubertät geimpft werden sowie Frauen außerhalb einer Schwangerschaft, wenn sie noch keine Röteln-Antikörper im Blut besitzen. Wer in der Kindheit nur eine Impfung erhalten hat, sollte den Impfschutz vervollständigen, so auch Personen mit Kontakt zu Kindern und Schwangeren wie Hebammen, Kinderärzte und Erzieher. Der Impfschutz beträgt ca. 95 % und hält ein Leben lang. Frauen im gebärfähigen Alter sollten nach der Impfung drei Monate lang verhüten.
Sollten Sie Anzeichen bemerken, die auf eine Rötelninfektion hinweisen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Gut bewertete Ärzte finden Sie z.B. auf jameda (http://www.jameda.de/aerzte/allgemein-u-hausaerzte/fachgebiet/).

Über die jameda GmbH:
jameda ist Deutschlands größte Arztempfehlung. Mehr als 2 Mio. Patienten monatlich suchen auf jameda nach genau dem richtigen Arzt für sich. Dabei helfen ihnen die Empfehlungen anderer Patienten, die von den Ärzten bereitgestellten Informationen sowie zahlreiche Filtermöglichkeiten. Ärzte haben die Möglichkeit, ihre Praxis auf jameda vorzustellen und umfassend über ihr Leistungsspektrum zu informieren. Datenbasis bilden bundesweit rund 250.000 Ärzte und 230.000 Institute und Heilberufler. jameda ist eine 100-prozentige Tochter der börsennotierten Tomorrow Focus AG mit Hubert Burda Media als Hauptaktionär.

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