Max-Planck-Institut setzt auf Lösung von Extreme Networks und IT-Servicepartner DANES

Max-Planck-Institut setzt auf Lösung von Extreme Networks und IT-Servicepartner DANES

Die Fusionsanlage ASDEX Upgrade während der Montage (1989) (Bildquelle: Foto IPP, S. Ertl *)

Hochleistungsnetzwerk für Fusionsforschung wird durch Applikationsanalyse noch leistungsfähiger und transparenter

München, 27.04.2016 – Extreme Networks, Inc.(NASDAQ: EXTR) und IT-Servicepartner DANES unterstützen den Experimentierbetrieb des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) mit einer leistungsfähigen und hochverfügbaren Netzwerkinfrastruktur. Herzstück der Infrastruktur ist ein komplett redundant aufgebauter X8 Switch aus der ExtremeSwitching Serie, der den zentralen Knoten des gesamten Netzwerks bildet. Zudem konnte das Institut mit dem von Extreme Networks entwickelten EAPS-Protokoll eine fehlertolerante Netzwerktopologie mit minimalen Wiederherstellungszeiten aufbauen. Mithilfe der Lösung Extreme Application Analytics für die Applikationsanalyse sind die Wissenschaftler darüber hinaus in der Lage, Millionen von Application Flows zu erfassen und anschließend alle relevanten Daten zu kumulieren, zu kennzeichnen und zu korrelieren.

Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) ist weltweit eine der wichtigsten Einrichtungen für die Erforschung der Kernfusion mit magnetischem Einschluss. An den beiden Standorten des IPP in Garching und Greifswald gehen rund 1.100 Wissenschaftler und technische Mitarbeiter der Frage nach, wie man die Energiequelle der Sonne auf der Erde nutzbar machen kann. Seit 1991 wurden in Garching am Experiment ASDEX Upgrade bereits über 33.000 Plasmaentladungen durchgeführt. Bei jeder dieser Entladungen bringt die Anlage ein sehr dünnes Wasserstoffgas auf eine Temperatur von über 100 Millionen Grad, um das Fusionsfeuer zu untersuchen. Dabei fallen in kurzer Zeit enorme Datenmengen an. Jede einzelne Plasmaentladung erzeugt in nur zehn Sekunden ca. 80 bis 100 Gigabyte an Informationen, darunter hochauflösende Videoaufzeichnungen des Entladungsprozesses.

Einzelne Messdaten müssen bereits zehn Millisekunden nach der Datenaufnahme für die Feedback-Kontrolle des Plasmas zur Verfügung stehen. Auch die Daten für die rund 140 weiteren Diagnostiken werden innerhalb kürzester Zeit benötigt. Die Wissenschaftler haben zwischen den einzelnen Entladungen etwa 15 bis 20 Minuten Zeit, um die Ergebnisse zu analysieren und zu entscheiden, wie die Parameter für den nächsten Versuch geändert werden sollen. Die Versuchsdaten müssen deshalb so schnell wie möglich eingesammelt, in Netzwerk-File-Systemen bereitgestellt und visualisiert werden.

Entscheidend für den erfolgreichen Experimentierbetrieb ist daher eine leistungsfähige und hochverfügbare Netzwerkinfrastruktur. Die IT-Organisation des Experiments setzt dabei auf Lösungen von Extreme Networks. Geplant und eingerichtet wurde die Lösungsarchitektur in enger Zusammenarbeit mit den technischen Spezialisten von DANES. Sie empfahlen dem IT-Team, die Lösung Extreme Application Analytics für die Applikationsanalyse einzusetzen. Die Lösung bietet durch Deep Packet Inspection (DPI) Einblicke in Netzwerkdaten auf Anwendungsebene und betrachtet dabei den gesamten Kontext von Nutzern, Geräten, Standorten und verwendeten Applikationen. Sie ist in der Lage, Millionen von Application Flows zu erfassen und anschließend alle relevanten Daten zu kumulieren, zu kennzeichnen und zu korrelieren.

Über die zentrale Management-Oberfläche von Application Analytics – das Extreme Management Center – erhalten Administratoren einen Überblick darüber, wie Applikationen derzeit im Netzwerk genutzt werden. Bei Bedarf können sie sich auf einfach zu bedienenden Dashboards detaillierte Informationen über bestimmte Aspekte anzeigen lassen, um zum Beispiel mögliche Ursachen von Performance-Schwankungen zu untersuchen. Ebenso einfach lassen sich individuelle Auswertungen über definierte Zeiträume erstellen.

Bereits in der Testphase entdeckte das Projektteam dadurch einige vermeidbare Belastungen für das Netzwerk. So beobachte man beispielsweise, dass einige Drucker durch permanente Broadcasts ein erhebliches Datenaufkommen verursachten. Zudem wurden Web-Applikationen identifiziert, deren Bandbreitenverbrauch unbemerkt aus dem Ruder gelaufen war. Die Spezialisten von DANES unterstützten das IPP dabei, die gewonnenen Daten systematisch zu analysieren und richtig zu interpretieren. Außerdem zeigten sie den IT-Verantwortlichen auf, welche strategischen Möglichkeiten das Zusammenspiel von Application Analytics mit den Network Access Control-Funktionen von Extreme Networks eröffnet.

„Die neuen Technologien von Extreme Networks helfen uns, hohe Transparenz mit granularer Sicherheit zu verbinden“, resümiert Dr. Karl Behler, IT-Leiter am Projekt ASDEX Upgrade, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP). „Das macht uns bei kommenden Anforderungen sehr flexibel. Wenn neue Forschungsschwerpunkte gesetzt werden, müssen wir beispielsweise oft sehr schnell zusätzliche Anwendungen integrieren oder große Gruppen von Gastwissenschaftlern sicher in die Umgebung einbinden. Dank ExtremeAnalytics sehen wir nun sofort, wie sich Veränderungen auf unser Netzwerk auswirken, und können auf dieser Basis die richtigen Entscheidungen für den Betrieb und die Weiterentwicklung der Infrastruktur treffen.“

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